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Donnerstag, 22. Juli 2010
Thüringenligist steigerte sich in Halbzeit Zwei
Testspiel: FC Lok Saalfeld - FC Einheit Rudolstadt 1:5 (1:0)
Fast 100 Zuschauer wollten sich das zweite Testspiel der Saalfelder am vergangenen Mittwochabend gegen den Thüringenligisten aus Rudolstadt nicht entgehen lassen. Die Rudolstädter unter dem neuen Trainer B. Duray und gespickt mit Neuzugängen (1. FC Gera 03, VfB 09 Pößneck, Schott Jena) nahmen diesen Test keineswegs auf die leichte Schulter und machten den Sprung aus der Nachbarstadt mit einem fast kompletten Kader. Von Beginn an nahm die Partie, trotz Abendhitze gleich an hoher Spielkultur und Tempo auf, bewegen sich doch beide jungen Teams auf dem etwa gleichen fußballerischen Level. Dennoch nahmen die Gastgeber das Heft in die eigene Hand und erspielten sich, wie schon gegen Pößneck einige Hochkaräter an Torchancen, die ungenutzt blieben. Der noch angeschlagene C. Warschitschka strahlte viel Ruhe in der Viererkette aus, verteilte die Bälle hervorragend auf seine schnellen Spitzen und hatte den Führungstreffer in der 18. Minute selbst in der Hand. Aber auch der Thüringenligist spielte geordnet aus der eigenen Abwehr heraus und kam immer wieder gefährlich über seine Außen Teske und Burghause, nur war am 16er Schluss für die Einheit-Akteure. Der Lohn der Mühe für die Hausherren dann in der 24. Minute, als Neuzugang M. Smirat nach einer Unstimmigkeit in der Rudolstädter Abwehr gut störte und Hermann praktisch zum Eigentor und zur verdienten 1:0-Führung zwang.
In der Pause muss Trainer B. Duray wohl die rechten Worte gefunden haben, denn mit sechs frischen Spielern übernahm nun die Einheit das Zepter. Fast alle Angriffe liefen nun über die linke Seite, auf der Staskewitsch immer wieder raketenartig die Saalfelder Abwehr alt aussehen lies. Folgerechtlich und verdient dann auch der Ausgleich in der 51. Minute durch den Neuzugang aus Pößneck und früheren Spieler aus Teichel. Auch die Lok-Führung stellte um, was aber das geordnete Spiel der ersten Halbzeit völlig zerstörte. Abstimmungsfehler zwischen Mittelfeld und Abwehr waren die Folge und die weiteren Gegentreffer eine Frage der Zeit. Drei Treffer in nur zehn Minuten durch Trübger, Rudolph-Handelfmeter und Staskewitsch (68., 72., 75.) sprechen für die Unordnung und spätere Resignation des Gastgebers aber natürlich auch für die Klasse der Rudolstädter. Den Schlusspunkt zum 1:5 setzte nochmals der starke Staskewitsch mit dem Schlusspfiff. Unterm Strich ein faires Kräftemessen, wobei jedes Team jeweils eine Halbzeit für sich entscheiden konnte und die bessere Physis der Einheit-Akteure am Ende die Partie entschied. Für den FC Lok Saalfeld geht es nun am Freitagmorgen nach Berlin in ein dreitägiges Trainingslager.
(DG)